>>Es ist, wie es ist, und es wird, was du daraus machst.
„Wer ja sagt zu seinem Schicksal, den führt es voran; den Widerstrebenden aber schleift es mit.“ Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.)
Um die eigene Resilienz zu stärken und sich von alltäglichen Problemen und Schicksalsschlägen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, ist Akzeptanz eine wichtige innere Haltung. Während die einen jede Situation akzeptieren können, fällt es vielen anderen erst einmal schwer.
Doch warum ist Akzeptanz so wichtig? Es gibt Situationen im Leben, die uns regelrecht aus der Bahn werfen. Das können alltägliche Probleme sein wie Stress auf der Arbeit oder Konflikte mit einem Angehörigen. Das können aber auch Schicksalsschläge sein wie der Tod eines geliebten Menschen, finanzielle Not, Verlust des Jobs oder Krankheit. All diese Situationen dürfen bedauert und betrauert werden. Es ist wichtig, diese Gefühle zuzulassen, denn wenn du sie verdrängst, bewirkst du damit lediglich, dass sie dich irgendwann mit voller Wucht wieder einholen.
Manche dieser Situationen sind veränderbar. Bei einem Konflikt mit einem dir wichtigen Menschen könnt ihr euch vielleicht professionell begleiten lassen und ihr findet wieder zueinander. Oder du nutzt den Verlust deines Jobs dafür, um dich endlich selbst zu verwirklichen.
Andere Situationen kannst du hingegen nicht ändern. Entweder, weil jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist oder weil sie, wie z.B. der Tod, unumkehrbar sind. In diesen Fällen ist es wichtig, zu trauern und deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen – das gehört zu solchen Schicksalsschlägen dazu.
Doch es ist genauso wichtig, sie früher oder später anzunehmen und loszulassen, also nicht mehr zu grübeln, an dem Ereignis klebenzubleiben, sonst rauben sie dir unnötige Energie, die du für andere Dinge in deinem Leben benötigst. Nicht anderes ist Akzeptanz. Sie beschreibt die Fähigkeit, neue Situationen anzunehmen.
Die gute Nachricht dabei: Akzeptanz kann erlernt werden. Natürlich scheint Akzeptanz einigen Menschen schon in die Wiege gelegt worden zu sein, doch auch diejenigen unter uns, denen es schwerfällt, die Dinge so hinzunehmen, wie sie sind, können ihre Fähigkeiten in diesem Bereich ausbauen.<< [Caroline Lanzinger; 100 Resilienz Tools für den Alltag; 1. Auflage 2023]