>>In vielen gesundheitlichen und sozialen Bereichen kennen wir die Unterstützung von Betroffenen durch Betroffene. Menschen, die mit besonderen Lebenslagen konfrontiert waren, sie durchlebt, durchlitten und bewältigt haben, bieten anderen Menschen in ähnlichen Situationen hilfreiche Unterstützung. Diese Form der Unterstützung wird auch als „Peer-Support“ bezeichnet, was zu Deutsch etwa „Unterstützung durch Gleiche“ bedeutet. Im Rahmen der psychiatrischen Versorgung heißt dies, dass Menschen aktiv werden, die selbst psychische Krisen durchlebt und in der Regel auch psychiatrische Dienste genutzt haben. Im Vordergrund der Unterstützung steht statt der Anwendung professioneller Methoden der gemeinsame Erfahrungshintergrund von Hilfesuchenden und Unterstützern.<<
[Jörg Utschakowski, Gyöngyvér Sielaff, Thomas Bock, Andréa Winter; Experten aus Erfahrung – Peerarbeit in der Psychiatrie; 1. Auflage 2016]